„Es liegt an Apple“

Ein Sparkassenkunde twittert der Berliner Sparkasse eine Anfrage, ob die Bank bei der Einführung von Apple Pay in Deutschland mitmachen wird.

Die Behörde mit angeschlossener Kontenführung bequemt sich zu der folgenden herablassenden Antwort:

Sparkassen bieten ihren Kunden für das mobile Bezahlen ein System an, das sowohl für Android-Geräte, als auch iPhones offen ist. Es liegt an Apple, die entsprechende NFC-Schnittstelle freizugeben, damit alle Kunden diesen technischen Marktstandard in gleicher Weise nutzen können.

Die Berliner Sparkasse auf Twitter (Meine Hervorhebung).

Was die Berliner Sparkasse ihren interessierten Kunden damit sagen will:

Was ihr Kunden wollt – nämlich Apple Pay– ist uns scheißegal. Hier ist nicht der Kunde König – sondern unsere Insellösung, die wir dreist als technischen Marktstandard verkaufen.

Übersetzung von mir

Der technische Marktstandard ist aber was der Markt – das sind eure Kunden, liebe Sparkässler – nachfragt. Die fragen nach Google Pay bzw. Apple Pay, nicht nach einer selbst gestrickten Lösung.

Wenn iOS 12 im Herbst offiziell auf den Markt kommt, wird eine kleine aber einflussreiche Minderheit von den Sparkassen zu Banken abwandern, die Apple Pay unterstützen. Und ich werde voraussichtlich dazugehören.

Das liegt dann nicht „an Apple“.

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