Zähneputzen mit iPhone-Apps ergibt tatsächlich Sinn

Ja, Zähneputzen kann durchaus ein spannendes Thema sein.

In letzter Zeit habe ich dunkle Ränder an meinen Zähnen entdeckt. Deshalb habe ich beschlossen, mit Hilfe der iPhone-Apps Streaks und Workflow dafür zu sorgen, dass ich in absehbarer Zeit wieder ein filmreifes Lächeln habe.

Dabei habe ich folgende Ziele.

  1. Ich will sicherstellen, dass ich täglich zweimal die Zähne putze. Und das jeweils für mindestens drei Minuten. Das klingt sicher banal, kann aber für leicht ablenkbare Menschen wie mich eine Herausforderung sein.
  2. Ich will alle Ecken gleichmäßig und gründlich putzen.
  3. Ich möchte im Anschluß sehen, wie gut ich meine Routine halte.
  4. Und natürlich möchte ich ein bisschen Spaß dabei haben.

Mit einer halben Stunde Tüftelei und 6-8 Minuten jeden Tag versichere ich mich so gegen mögliche schmerzhafte Zahnbehandlungen.

Die App Streaks hilft mir schon länger, gute Angewohnheiten zu entwickeln – zum Beispiel, dass ich mich mehr bewege, mich täglich wiege und ausreichend Wasser trinke. Streaks erinnert mich regelmäßig an meine guten Vorsätze und zeigt mir auch, wie gut (oder schlecht) ich in der Umsetzung bin.

Jeden Morgen und Abend erinnert Streaks mich daran, dass ich noch die Zähne putzen möchte. Je länger ich das mache, desto genauer werden die Erinnerungen. Streaks berücksichtigt den Zeitpunkt, zu dem ich das gute Werk abhake.

Wenn ich dann im Bad bin, stelle ich das iPhone auf den Spiegelschrank und starte Workflow.

Ich kann diese App gar nicht genug empfehlen. Mit ihr kann man wirklich alle möglichen Abläufe auf dem iPhone oder iPad automatisieren. Sie ist so gut, dass Apple sie im vergangenen Jahr gekauft hat und die Funktionalität als „Siri Shortcuts“ in das kommende Betriebssystem iOS 12 integrieren wird.

Workflow sucht zwölf zufällige Lieder mit einer Länge zwischen drei und vier Minuten aus meiner Mediathek, von denen ich eines auswählen kann. Meinetwegen darf es auch ein bisschen länger als drei Minuten sein. Das schadet ja nicht.

Dann teilt Workflow die Länge des gewählten Liedes durch die Anzahl der von mir gewählten „Putz-Bereiche“. Zur Zeit sind das zehn Stück. So habe ich für jeden dieser Bereiche die gleiche Zeit. Bei einem Lied von drei Minuten und 20 Sekunden (= 200 Sekunden) wäre das ein Intervall von 20 Sekunden für jeden Bereich.

Das Lied beginnt und ich beginne zu putzen. Wenn das Intervall vorbei und der nächste „Putz-Bereich“ dran ist, blendet Workflow mir eine Benachrichtigung ein. So stelle ich sicher, dass ich überall gründlich und gleichmäßig putze.

Wenn das Lied vorbei ist, meldet sich Workflow bei Streaks mit einem speziellen Link. Streaks hakt ab, dass ich meinem Ziel einen Schritt näher gekommen bin und übergibt zurück an Workflow.

Verrückt? Sicher. Überflüssig? Wahrscheinlich. Cool? Das finde zumindest ich selbst. Die Zähne jedenfalls sehen schon deutlich besser aus.

Ein Kommentar

Mist. Habe geklickt. 26. Juni 2018

Diese/r Article wurde auf brid-gy.appspot.com erwähnt

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