Der Erdhund erdet

„Die sind ja so schon geil.

Aber in so einer Menge noch besser!“

Das Mädchen mit Baum-Tattoo bewundert zwei Dutzend Dackel, die durch die Hasenheide ziehen. Einmal im Monat wimmelt es vor der Szenekneipe „Posh Teckel“ in Berlin-Neukölln vor Dackeln. Sie treffen sich jeden zweiten Sonntag im Monat in der Pflügerstraße, um mit den Hunden den Volkspark Hasenheide unsicher zu machen. Zweifellos werden Dackel wieder beliebter. Für Paul Adler, der mit seiner Rauhaardackeldame Betty hier ist, ist es aber keine Modefrage. „Man sucht sich einen Hund nach dem eigenen Charakter aus“, sagt er.

Ein Witz

Photo by Mariam Soliman on Unsplash

Ein Franzose, ein Engländer und ein Deutscher wurden mit einer Studie über das Kamel beauftragt.

Der Franzose ging in den Jardin des Plantes, hielt sich dort eine halbe Stunde auf, befragte den Aufseher, warf dem Kamel etwas Brot hinüber und stieß es ein paarmal mit der Spitze seines Regenschirmes. Wieder zu Hause, schrieb er für seine Zeitung eine Fortsetzungsreihe voller geistreicher und witziger Einsichten.

Der Engländer, mit Teekanne und bequem zum Zelten ausgerüstet, schlug sein Lager in einem orientalischen Land auf. Er weilte dort zwei oder drei Jahre und kehrte dann mit einem Band voller Fakten zurück, die zwar jeder Ordnung entbehrten und zu keiner Lehre führten, dafür aber von echtem dokumentarischen Wert waren.

Der Deutsche schließlich, der den Franzosen um seiner Frivolität willen und den Engländer wegen des Fehlens einer allgemeinen Idee verachtete, schloß sich in sein Studierzimmer ein und verfaßte dort ein mehrbändiges Werk mit dem Titel: „Die Idee des Kamels, entwickelt aus dem Begriff des Selbst.“

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Schnipsel