Install this theme
Zwei kleine Korrekturen zum Artikel in der Berliner Zeitung

Man rief mich gestern an, um Informationen und O-Töne zum „Al-Quds“-Tag für einen Artikel in der Berliner Zeitung zu erhalten. Der Artikel deckt sich weitgehend mit meiner Wahrnehmung der Vorgänge am 12. Seeptember. Allerdings haben sich, wie es im Pressehandwerk unumgänglich scheint, Ungenauigkeiten eingeschlichen, die ich zumindest hier so weit es mein Wissensstand hergibt ins Lot bringen möchte. Zwar sind die Fehler marginal, aber soviel Pedanterie gönne ich mir:

Zudem durften Demonstranten das Schild “Free Gilad Shalit”, das die Freilassung eines von Hamas-Terroristen entführten Israelis forderte, nicht zeigen.

Jein. Die Freunde und Helfer von der vierten Bezirkshundertschaft wollten das Schild zuerst nicht zulassen. Nachdem der Teilnehmer widerstrebend den Teil mit dem Satz „Kidnapped by Hamas more than three years ago“ abgerissen und ein wenig verhandelt hatte waren die Damen und Herren besänftigt und befanden, dass „Free Gilad Shalit“ doch noch im Bereich des Zulässigen sei. Burghard Mannhöfer hat das Schild in seiner verstümmelten und und in der notdürftig wiederhergestellten Form dokumentiert.

Nachtrag: Diese Korrektur gilt auch für meinen früheren Eintrag zum Al-Quds-Tag.

“Mitglieder der Jüdischen Gemeinde wurden angebrüllt, Personen wurden nicht auf die Kundgebung gelassen”, so Mitorganisator Daniel Fallenstein.

Wieder Jein. Den Inhalt des ersten Teils dieser Aussage habe ich selbst nur durch Hörensagen erfahren. Diese Relativierung scheint im Redaktionsprozeß untergegangen zu sein. Für die zweite Teilaussage kann ich mich allerdings verbürgen. Einer meiner Freunde, der an der Kundgebung teilnahm, wurde nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Kurfürstendamm der Zugang zurück zur Kundgebung durch die Beamten verwehrt.

 
Comments
blog comments powered by Disqus