Das Pädo-Protokoll

Kommune 2 -Liebesspiele im Kinderzimmer- Kursbogen zum Kursbuch 2

Die hier zitierte Passage stammt aus dem Beitrag „Kindererziehung in der Kommune der Kommune 2“ im Kursbuch 17 von 1969. G.* war drei Jahre alt, als sie im August 1967 in die Kommune 2 einzog, Hans-Eberhard Schultz 26. Heute ist Schultz als „Menschenrechtsanwalt“ aktiv. Für den Focus-Artikel „Jetzt reden die Kinder“ habe ich dieses Material aufbereitet und versucht, Hans-Eberhard Schultz zu befragen. Nach einigem Hin und Her verweigerte er die Stellungnahmen nach dem presseüblichen Procedere, mit Freigabe der Zitate vor Drucklegung. Zu einem Interview war er bereit. Aber nur zu extrem strikten Bedingungen. Seit ich ihm am Freitag schrieb, dass ich unabhängig vom Focus-Artikel auch zu seinen Bedingungen ein Interview führen würde, habe ich nicht mehr von ihm gehört.

Schade. Eberhard Schultz‘ Stellungnahmen zu dem Thema hätten geholfen, das Thema auch von seiner Seite zu beleuchten. Was vor 45 Jahren in der Giesebrechtstr. 20 in Berlin-Charlottenburg genau ablief, bleibt so leider weiter im Dunkeln. Nun bleibt nur sein Protokoll aus dem Kursbuch 17, dessen Volltext so weit ich weiß noch nicht in einem seriösen Kontext im Web zu finden ist. Ich habe es gescannt, umgewandelt, korrigiert (sogar die Anführungszeichen entsprechen dem Original) und stelle es hiermit als Quelle zur Verfügung.


Protokoll von Eberhard, 4. April 1968
Nach dem Ausziehen kommt G. zu mir: »Will bei dir schlafen.« Da ich müde und frustriert bin, lege ich mich angezogen zu ihr aufs Bett, will sie möglichst schnell einschläfern. G. hält mich mit Zeitungsblättern und Warum-Fragen wach. Ich darf die Augen nicht zumachen. Auf Fragen nach dem Grund, was ich denn sehen soll, antwortet sie nicht mit Worten. Sie ist nur sehr unruhig, reibt die Beine aneinander, steckt sich die Decke dazwischen, zieht wiederholt an Pullover und Strumpfhose. Ich finde keine Möglichkeit, auf ihr sexuelles Interesse einzugehen, und nach zwanzig Minuten zieht sie frustriert mit ihrem Kopfkissen wieder in ihr Zimmer ab. Als ich ihr folge, schickt sie mich zuerst raus, dann soll ich Geschichten erzählen, dann mich zu ihr legen. N.* ist schon beim Einschlafen, deshalb flüstert sie mir irgendwelche Fragen zu, die ich nicht verstehe. Es gelingt mir nicht, ein Schlafbedürfnis bei ihr zu wecken. Als ich sie frage, ob sie in ihrem Zimmer oder bei mir schlafen will, geht sie freudig in mein Zimmer. Ich lege mich in Unterhose und Unterhemd zu ihr aufs Bett.
G. sagt, sie braucht keine Decke zum Einschlafen. Außerdem soll ich nicht die Augen zumachen. Dann will sie mich streicheln, Hände und Gesicht. Ich darf sie erst streicheln, wenn sie gestreichelt hat, dann auch nur kurz. Zum Bauchstreicheln muß ich mein Hemd hochziehen. Ich liege auf dem Rücken. G.streichelt meinen Bauch, wobei sie meine rausstehenden Rippen als Brüste versteht. Ich erkläre ihr, daß das Rippen sind, ich nur eine flache Brust und Brustwarzen habe. Sie streichelt meine und zeigt mir ihre Brustwarzen. Wir unterhalten uns über die Brust von Mädchen. wenn sie älter sind. Dann will sie meinen »Popo« streicheln. Ich muß mich umdrehen. Sie zieht mir die Unterhose runter und streichelt meinen Popo. Als ich mich wieder umdrehe, um den ihren wie gewünscht zu streicheln, konzentriert sich ihr Interesse sofort auf »Penis«. Sie streichelt ihn und will ihn »zumachen« (Vorhaut über die Eichel ziehen), bis ich ganz erregt bin und mein Pimmel steif wird. Sie strahlt und streichelt ein paar Minuten lang mit Kommentaren wie »Streicheln! Guck ma Penis! Groß! Ma ssumachen! Mach ma klein!« Dabei kniet sie neben mir, lacht und bewegt vom ganzen Körper nur die Hände. Ich versuche ein paarmal, sie zaghaft auf ihre Vagina anzusprechen, sage, daß ich sie auch gern streicheln würde, wodurch sie sich aber nicht unterbrechen läßt. Dann kommt doch eine »Reaktion«: Sie packt meinen Pimmel mit der ganzen linken Hand, will sich die Strumpfhose runterziehen und sagt: »Ma reinstecken.« Ich hatte zwar sowas erwartet (Marion hatte von Badewannenspielen erzählt. wo N. seinen Pimmel vor G.s Bauch hielt und sie sich so zurückbeugte, daß man »Penis in Vagina reinstecken« konnte, was aber mangels Erektion nicht gelang), war dann aber doch so gehemmt, daß ich schnell sagte, er sei doch wohl zu groß. Darauf gibt G. sofort ihre Idee auf, läßt sich aber die Vagina sehr zurückhaltend streicheln. Dann holt sie einen Spiegel, in dem sie sich meinen Pimmel und ihre Vagina immer wieder besieht. Nach erneutem Streicheln und Zumach-Versuchen kommt wieder der Wunsch »Reinstecken«, diesmal energischer als vorher. Ich: »Versuch’s mal!« Sie hält meinen Pimmel an ihre Vagina und stellt dann resigniert fest: »Zu groß.«

Den Text des Posters, das dem Kursbuch 17 beilag (Bild oben), habe ich auch transkribiert:

KOMMUNE 2
LIEBESSPIELE IM KINDERZIMMER
Der frühe Morgen, wenn die Erwachsenen noch schlafen, ist die Stunde zärtlichen Spielens für die Kinder.
G. ist vor N. aufgewacht. Er will die Wärme der Bettdecke noch nicht aufgeben, ist nur Zuschauer,
läßt sich zunächst nicht verlocken, als G. aufs Fensterbrett klettert, herunter ins Bett springt,
bleibt noch passiv, als G. ihn auffordert, mitzuhopfen. G. geht zum Spiegel, beschaut ihren
Körper, beugt sich mehrmals vor, wobei ihre Hände ihren Popo umspannen, sagt: „Kuck mal meine Vagina”,
lacht glücklich, ist sichtbar stolz auf ihren Körper, jauchzt, wendet sich halb zu N. um. Der hat ihr
zugesehen, läßt sich von Gs. narzistischer Lust an ihrem Körper anstecken, ist ganz entspannt beim
Schauen und lächelt. Nach einigen Minuten geht G. zu ihm, streichelt ihn zärtlich und küßt ihn.
KURSBOGEN ZUM KURSBUCH 17

Das nicht anonymisierte Bild- und Textmaterial stelle ich nur auf Anfrage und nach eigenem Ermessen zur Verfügung.

Natürlich habe ich die Namen der Kinder geändert.

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